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Duisburg-Meiderich

Landschaftspark Duisburg-Nord

Ein stillgelegtes Hüttenwerk, das sich wie ein riesiger Abenteuerspielplatz anfühlt. Kein Eintritt, kein Programm, dafür Treppen, Rutschen und Ausblicke, die man nicht vergisst. Ideal für Kinder ab etwa vier Jahren, die gern selbst entdecken.

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Kind rutscht durch die Röhrenrutsche im alten Möllerbunker des Landschaftsparks Duisburg-Nord

Lage

Lage: Landschaftspark Duisburg-NordDüsseldorfDuisburgNeussKrefeldViersen
Kartendaten: Natural Earth (gemeinfrei). Lage der Ziele ungefähr.

Entwurf – vor Veröffentlichung prüfen:

  • Adresse und Parkplatz-Gebühr auf landschaftspark.de prüfen
  • Zugang zum Hochofen 5 (Zeiten, ggf. Gebühr) prüfen
  • Seifenblasenmann ist kein festes Angebot – im Text als Erlebnis lassen?

Geplant war ein kurzer Ausflug. Geworden ist ein ganzer Tag zwischen rostigen Hochöfen, alten Gleisen und Wasserbecken. Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist kein Park im üblichen Sinn, sondern ein stillgelegtes Hüttenwerk, in dem die Natur sich die Industrie zurückgeholt hat – und für Kinder sieht das aus wie die Kulisse eines Abenteuerfilms.

Seifenblasen vor dem Hochofen

Am Fuß von Hochofen 5 stand bei unserem Besuch ein Mann mit einer Seifenblasenmaschine. Riesige Blasen schwebten vor der rostigen Kulisse, und die Jungs rannten ihnen hinterher, bevor wir überhaupt den ersten Schritt aufs Gelände gesetzt hatten. Er freut sich über eine kleine Spende, und die war es wert.

Kinder jagen Seifenblasen am Hochofen 5 Große Seifenblasen vor dem Hochofen

Oben auf Hochofen 5

Danach ging es die Treppen hinauf. Der Aufstieg ist gut gesichert, aber lang; ab etwa sechs Jahren schaffen Kinder ihn ohne Murren. Oben liegt das westliche Ruhrgebiet ausgebreitet: Gasometer, Stahlträger, dazwischen erstaunlich viel Grün. Unser Großer hat ununterbrochen gefragt, was das alles früher war – und plötzlich redeten wir über Arbeit, Kohle und Stahl, ganz ohne Schulstunde.

Blick vom Hochofen 5 über den Landschaftspark Industriebauten und Grünflächen von oben Familie auf der Aussichtsplattform des Hochofens

Die Rutsche durch den Bunker

Nach einer Currywurst am Imbiss kam der Teil, von dem die Jungs heute noch erzählen: der Spielplatz am Möllerbunker. Zwischen alten Betonmauern stehen Klettertürme, und eine lange Röhrenrutsche führt mitten durch den Bunker. Wir haben irgendwann aufgehört mitzuzählen, wie oft sie oben wieder angestanden haben. Gleich daneben gibt es eine kleine Kletterwand für erste Versuche.

Kind in der Röhrenrutsche im Möllerbunker Kletterwand für Kinder im Landschaftspark Kinder klettern zwischen den Mauern des Möllerbunkers

Mit dem Laufrad zwischen Stahlträgern

Den Rest des Nachmittags waren wir auf Rädern unterwegs. Die Wege sind breit und fast autofrei, sie führen an Wasserbecken, Gleisen und leeren Hallen vorbei. Alle paar Meter wurde angehalten, weil irgendwo ein Rohr, eine Treppe oder ein Tor wartete, das untersucht werden musste.

Kind auf dem Laufrad zwischen alten Stahlträgern Blick in einen alten Bunkerbereich

Was wir beim nächsten Mal wieder so machen

  • Früh kommen. Dann ist der Hochofen noch leer.
  • Räder oder Laufräder einpacken. Der Park ist groß, zu Fuß wird es für kleine Beine lang.
  • Feste Schuhe. Das Gelände ist weitläufig und stellenweise uneben.
  • Wasser mitnehmen. Im Sommer gibt es viele Flächen ohne Schatten.
  • Einmal abends wiederkommen. Wenn die Anlage beleuchtet ist, soll sie noch eindrucksvoller sein – das steht bei uns noch aus.

Für wen sich der Park lohnt

Für Familien, deren Kinder gern selbst entdecken und keine Animation brauchen. Es gibt keine Fahrgeschäfte und keine Warteschlangen, dafür Raum, Geschichte und eine der besten Rutschen im Ruhrgebiet. Mit Kleinkindern im Kinderwagen ist der Hochofen schwierig, der Spielplatz aber ein gutes Ziel.

Häufige Fragen

Kostet der Landschaftspark Duisburg-Nord Eintritt?

Nein, das Gelände ist frei zugänglich. Einzelne Angebote wie Führungen oder der Kletter- und Tauchbereich kosten extra.

Ab welchem Alter kann man auf den Hochofen steigen?

Die Treppen sind gut gesichert. Wir finden den Aufstieg ab etwa sechs Jahren gut machbar, mit kleineren Kindern braucht man Geduld und eine freie Hand.

Lohnt sich das Fahrrad?

Ja. Die Wege sind breit und weitgehend autofrei – mit Rad oder Laufrad erschließt man den großen Park viel entspannter.

Eure Erfahrungen

Kommentare

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